#003 | Unsere Streitkultur – 4 Hacks für weniger Zoff

In jeder Beziehung gibt es Streit. Und das ist auch ganz normal. Denn schließlich treffen zwei Individuen mit unterschiedlichen Ansichten aufeinander. Da ist es schon fast komisch, wenn es nicht mal zu einer Meinungsverschiedenheit kommt, oder?

Streit als Wachstumsmöglichkeit

Was wäre, wenn man Streit nicht als etwas Negatives sieht, sondern als Möglichkeit zu wachsen? Wenn man die Meinungsverschiedenheit mal anders betrachtet – nämlich als Perspektivwechsel. Dann gibt es einem die Chance die Situation neu zu bewerten. Außerdem ist ein Streit jedes Mal eine Möglichkeit, die Gründe zu erforschen und das Problem aus dem Weg zu räumen, sodass man sich nicht immer wieder neu darüber streitet! Streit ist also eine enorme Chance für die Partnerschaft! 💪🏻

Streit ist nicht gleich Streit

Doch nicht jeder Streit ist gut! Denn viele Diskussionen enden oftmals in Verletzung, Ablehnung und Frustration. Allerdings muss ein Streit nicht so verlaufen. Ein guter Streit kann auch ruhig und reflektiert verlaufen. Deswegen möchten wir euch heute 4 Hacks für eine gute Streitkultur mitgeben:

1. Intention hinter dem Streit hinterfragen

Bei einem Streit kommt es selten vor, dass man sich wirklich um das angesprochene Problem streitet. Wenn es immer nur um Müll runterbringen oder die Socken im Schlafzimmer geht, solltet ihr hinterfragen, was eigentlich hinter diesen vordergründigen Themen steckt. Erforscht immer den dahinter liegenden Grund. Warum streitet ihr euch wirklich? Welches Paket bringe ich gerade mit in die Situation hinein? Streite ich vielleicht aus einer eigenen Unzufriedenheit heraus? Packt das Problem immer bei der Wurzel und findet Lösungen für zukünftige Situationen.

2. Pausen einlegen

Wenn alles einfach zu viel wird – legt eine Pause ein! Ist vielleicht am Anfang etwas komisch, aber in solchen Momenten packt einen dann doch die Emotionen. Man weiß nicht wohin mit den Gefühlen und kann das Ganze nicht in Worte fassen. Macht eine Pause! Es bringt nichts, sich um Kopf und Kragen zu reden. Nehmt euch kurz ein paar Minuten für euch alleine, beruhigt euch und reflektiert. Wenn ihr die Situation neutraler betrachten und besser in Worte fassen könnt, kommt wieder zusammen. Das ist aber wirklich wichtig! Geht auf den Partner nach solch einer Pause wieder zu. Sonst entsteht eine Funkstille. Reflektiert gemeinsam – aber mit einem wesentlich kühleren Kopf.

3. Ihr seid ein Team. Immer.

Vergesst niemals: Ihr seid ein Team. Ihr kämpft nicht gegeneinander. Ihr kämpft gegen das Problem! Stellt die Situation nicht zwischen euch, sondern vor euch. Das macht einen großen Unterschied und rückt eure Positionen wieder zurecht. So fühlt ihr euch mehr verbunden und findet bessere Lösungen. Denn schließlich ist nicht euer Partner das Problem, sondern der Streitgegenstand.

4. Wichtige Themen besprechen

Es gibt Themen, die sind nicht einfach durch eine Diskussion bearbeitet. Besonders am Anfang der Beziehung oder bei dem Wechsel in neue Lebensphasen oder -herausforderungen ist es elementar, dass ihr diese Themen nicht unter den Teppich kehrt. Sprecht sie an! Auch wenn es unangenehm ist. Für eine starke Beziehung ist es wichtig, dass ihr diese Grundsatz-Themen für euch klar bekommt und in eine Richtung schaut.

 

Egal, wie, wann oder warum ihr euch streitet. Das Wichtigste ist, dass ihr euch danach wieder vertragt. Dass ihr Lösungen findet. Denn vergesst niemals: Ihr seid ein Team. 🙌🏻

 

Hier kommt ihr zur Podcastfolge:

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