Liebessprachen – so fühlst du dich wieder geliebt

Heute wollen wir euch ein Konzept vorstellen, was so unfassbar viel Kraft hat, wenn man es umsetzt! Wir zeigen euch die 5 Sprachen der Liebe *, die eure Beziehung noch mal auf ein ganz neues Level heben werden.

Ausführlich haben wir darüber in unserem PODCAST gesprochen. Dort sprechen wir eine ganze Woche lang über diese Form der Kommunikation. Jeden Tag wird eine neue Sprache der Liebe näher erläutert. Um optimales Nutzen daraus ziehen zu können, empfehlen wir dir unseren Test durchzuführen und anschließend sich die entsprechende Folge anzuhören.

Aber worum geht es denn jetzt eigentlich genau? Was sind genau diese Sprachen der Liebe?

Vorteile der Anwendung der Liebessprache

Du lernst deinen Partner und seine Bedürfnisse besser kennen. Durch das Kennenlernen der Sprachen kannst deinem Partner anschließend praktisch zeigen, wie sehr du ihn liebst. Und er wird sich automatisch so geliebt fühlen, wie noch nie. Außerdem lernt ihr, eure Konfliktpunkte genauer zu interpretieren und die dahinterliegende Botschaft deines Partners einzuordnen. Eure Kommunikation wird um einiges besser!

Die 5 Sprachen der Liebe

Und worum genau handelt es sich bei diesen Liebessprachen? Du kannst dir das so vorstellen, dass jeder verschiedene Sprachen sprechen kann. Jeder ist mit einer Muttersprache aufgewachsen, hatte aber noch Englisch, Französisch, Spanisch oder andere Sprachen in der Schule. Manche kann man besser sprechen, manche hat man vielleicht auch wieder verlernt.

Und nicht anders ist das mit den Sprachen, die du sprichst, um deine Liebe deinem Partner gegenüber auszudrücken. Du sprichst eine Muttersprache. So wie du geprägt worden bist. Auch, wenn du dich vielleicht nicht besonders geliebt gefühlt hast in deiner Kindheit, wurdest du dennoch durch eine Muttersprache beeinflusst. Das bedeutet: Wir fühlen uns geliebt, wenn jemand mit uns über unsere Muttersprache kommuniziert.

Fatale Folgen, wenn du dieses Prinzip nicht umsetzt

Wenn allerdings jemand über eine Fremdsprache versucht uns seine Liebe zu zeigen, fühlen wir uns nicht geliebt. Meistens ist es so, dass in einer Partnerschaft beide eine unterschiedliche Muttersprache haben. Also kann es tatsächlich passieren, dass der Partner sich die größte Mühe macht, um dir zu zeigen, wie sehr er dich liebt. Du fühlst dich unter Umständen dennoch nicht geliebt, weil er es ganz einfach in einer anderen Sprache vermittelt.

Was ist, wenn man sich nicht geliebt fühlt? Man nimmt kleine Hindernisse oder Ereignisse, die vielleicht gar nicht böse gemeint waren, als negativ auf. Es entsteht schneller Streit. Liebe und Zuwendung gehört nun mal zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wenn du dir als eine langanhaltende, glückliche Beziehung wünschst, musst du deinem Partner immer wieder deine Liebe zeigen. Das bedeutet: Du musst seine Muttersprache lernen.

Wenn ihr soweit seid, dass ihr eure eigenen Muttersprachen kennt, heißt es: umsetzen, umsetzen, umsetzen! Ihr besitzt nämlich beide einen sogenannten Liebestank. Wenn dieser Liebestank gefüllt ist, fühlt der andere sich besonders geliebt. Er ist zufrieden in der Beziehung. Wenn er allerdings leer ist, gilt es ihn aktiv und durch praktische Handlungen zu füllen. Also, bereit für die 5 Sprachen der Liebe? 🙂

Liebessprache 1: Lob und Anerkennung

Menschen, die diese Muttersprache besitzen, fühlen sich über Lob und Anerkennung geliebt. Sie brauchen Bestätigung von ihrem Partner. Und das regelmäßig. Insgesamt ist es eigentlich nicht so schwer, man muss sich nur immer wieder daran erinnern. Worte sind hier das Schlüsselwort. Gib deinem Partner anerkennende Worte! Das kann beispielsweise über höfliche Worte sein. Eine Bitte statt eine Forderung zu stellen. Wertschätzende Fragen zu stellen, anstatt Befehle zu geben. Ebenfalls ist es wichtig freundlich zu sprechen, auf den Tonfall kommt es an! 😉

Außerdem kann es ein Kompliment sein. In nahezu jeder Situation ist es möglich, Komplimente zu machen. Also, versteht mich nicht falsch, benutzt es nicht inflationär, sonst wirkt es nicht mehr ernst gemeint. Wenn ihr für euren Partner dankbar seid, dann scheut euch nicht, ihm das zu sagen! Für große und für kleine Dinge. Durch regelmäßigen Austausch könnt ihr erfahren, wie es eurem Partner aktuell geht. Hier könnt ihr ihm zeigen, dass ihr ihn liebt, indem ihr ihn ermutigt.

Liebessprache 2: Zweisamkeit

Bei dieser Sprache genießt der Partner die gemeinsame Zeit. Das bedeutet: Unternehmt etwas zusammen! Macht Ausflüge, geht spazieren, besucht Veranstaltungen. All das, was euch beide Spaß macht. Hierbei geht es nicht darum, WAS ihr macht. Sondern vielmehr, WARUM ihr das macht. Ihr möchtet eurem Partner eure Liebe zeigen? Dann nehmt euch Zeit. Wo nur ihr Zwei zusammen seid und Zeit miteinander verbringt. Das klingt jetzt vielleicht ganz einfach. Aber hierbei gibt es das ein oder andere zu beachten. Achtung, Achtung: gemeinsames Netflixen oder Ähnliches gehört nicht dazu! 😀

Wenn ihr eurem Partner eure Zeit schenkt, dann möchte er euch auch ganz vor Ort haben. Mit Körper und Geist. Und wenn ihr eine Serie schaut, dann schenkt ihr eure Aufmerksamkeit der Serie, nicht eurem Partner. Somit wäre diese Liebessprache in diesem Fall nicht bedient. Also wichtig hierbei: Ungeteilte Aufmerksamkeit. Kein Handy, keine Nebenbeschäftigung, keine Ablenkung. Damit zeigt ihr eurem Partner, wie wichtig er für euch ist. Ebenso kann man ein Zwiegespräch nutzen, um Zeit mit dem Partner zu verbringen. Hier geht es um einen intensiven Gedankenaustausch, wo es mehr um das Zuhören und Fragen stellen geht, als um das Erzählen. So zeigt ihr wahres Interesse an den Gedanken und Gefühlen des Gegenübers. Hierzu erzählen wir noch mehr in der Podcastfolge.

Liebessprache 3: Zärtlichkeit

Ja, es geht um Berührungen. Und Sex gehört auch primär zu dieser Liebessprache. Aber es ist noch viel mehr. Berührungen können Hass oder aber Liebe vermitteln. Sie können kurzweilig sein oder über längere Zeit erfolgen. Wenn sie nur im Vorüber gehen passieren, zeigt es der Person mit dieser Liebessprache, dass du an sie denkst und sie liebst. Das kann eine kurze Umarmung in der Küche sein. Das kann ein Abschieds- und Willkommenskuss sein. Auch das Händchenhalten in der Öffentlichkeit, das kurze Berühren des Beins oder eine kurze Massage der Schultern. All das lässt euch auch im Alltag wieder neu verbinden.

Es gibt aber auch Zärtlichkeiten, die Zeit brauchen. Alles, was rund um Sex zwischen euch passiert. Auch dadurch wird die Person sich geliebt fühlen. Versteht mich nicht falsch, Sex ist allgemein wichtig für eine gesunde Ehe, weil es euch immer wieder neu verbinden lässt. Aber für diese Personen ist es noch mal essentieller.

Ihr könnt eurer Phantasie hier freien Lauf lassen. Nur, dass ihr darauf achtet, was angenehm für euren Partner ist oder was er nicht so gerne mag. Das ist ganz unterschiedlich. Wenn der Partner immer nur an der selben Ecke des Kopfes krault, wird es irgendwann unangenehm. Aber da muss man einfach sensibel für sein und sich darüber austauschen.

Liebessprache 4: Geschenke

Diese Personen werden durch Geschenke, ob materiell oder ideell angesprochen. Sie verschenken meist selbst gerne, da es ihre Muttersprache ist. Wenn dein Partner diese Muttersprache besitzt, dann ist es egal, ob das Geschenk groß, klein, teuer oder ob es selbstgemacht ist. Die Geschenke müssen nicht wöchentlich gemacht werden. Für den Anfang ist dein Partner bestimmt erstaunt, wenn du viele hintereinander schenkst. Aber auf Dauer ist das nicht nötig. Es können mal die Blumen nach der Arbeit sein, sein Lieblingsessen oder eine Karte mit lieben Worten.

Wenn du nicht weißt, was du genau schenken sollst, dann sei in den nächsten Wochen aufmerksam und notiere dir jede Kleinigkeit, die dein Partner erwähnt. „Eine große Schüssel in der Küche wäre wirklich mal nötig“, „Oh, wow meine Freundin hat jetzt so ein bestimmtes neues Armband, das sieht so unglaublich schön aus“. Es kommen öfters Dinge, als man denkt – man muss nur hinhören 😉

Und für sparsame Menschen: Teilt euch die teureren Geschenke über Monate auf und setzt sie nicht direkt alle um. Ansonsten kann es wie gesagt auch was kostenloses oder kleines sein! Was auch geht: Verschenke dich. Du kannst deinem Partner auch immer mal wieder bewusst deine Anwesenheit und Zeit schenken 🙂

Liebessprache 5: Hilfsbereitschaft

Hier geht es um das Helfen. Um das ungefragte und unterstützende Helfen. Menschen, die zum Beispiel phasenweise viel Stress haben und kaum etwas anderes erledigt bekommen, fühlen sich geliebt, wenn ihr Partner sie dann bei allem unterstützt. Du, als Partner, kannst dann ungefragt den Haushalt machen, etwas zu Essen machen oder zum Abschluss der stressigen Phase eine kleine Unternehmung planen. Die erwiesene Dienste sollen keine Pflicht sein. Es soll aus Liebe zum Partner gemacht werden.

So siehst du zum Beispiel die Not, dass dein Partner etwas alleine nicht rechtzeitig fertig bekommt und eigentlich sogar noch einkaufen wollte. Du erkennst die Situation und bietest an einkaufen zu gehen – oder machst es einfach. Die Person wird sich dadurch sehr geliebt fühlen. Schwierig ist es, nicht in eine Rolle des Bediensteten zu verfallen, sondern weiterhin ein fürsorglicher Liebhaber zu bleiben.

Umsetzung

Jetzt habt ihr einen ungefähren Einblick in dieses Konstrukt der Liebessprachen bekommen. Nun gilt es nun, dies umzusetzen! Wir haben wie gesagt einen Test für dich vorbereitet, wo du dich und deine Muttersprache intensiver kennenlernen kannst. Anschließend hör die die entsprechende Podcastfolge an – da gibt es noch mehr Inhalt, als es jetzt hier beschrieben war! Und dann versucht es im Alltag umzusetzen. Ihr werdet verwundert sein, wie sehr das eure Beziehung vereinfacht und verbessern wird. Es wird sie um einiges bereichern – versprochen! 🙂

Ganz viel Liebe euch,

Darleen

 

 

*Das übergeordnete Konzept wurde von Ehetherapeut Gary Chapman ins Leben gerufen.

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