Guter Sex beginnt nicht erst im Bett – So klappt’s

Wo beginnt guter Sex? Was macht ihn aus? Wenn noch alles neu ist, ist vieles noch aufregend und spannend. Man hat Lust, man möchte den Partner auf einer neuen Ebene kennenlernen und probiert viel aus. Und dann ist man plötzlich so lange zusammen, dass man schon überlegen muss, wann es das letzte Mal so richtig gut war. Das bedeutet nicht, dass man nie guten oder nur wenig Sex hat, wenn man lange zusammen ist. Nein. Aber was definitiv so ist: Es wird anders. Deine Beziehung nimmt mit der Zeit eine andere Tiefe an. Sie beschäftigt sich mit anderen Themen, als am Anfang. Auch äußere Umstände oder Herausforderungen im Alltag können dazu beitragen, dass das Liebesleben langsam einschläft. Aber guter Sex kann gelernt werden. Doch beginnt das nicht erst im Bett.


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Eure Lebensbereiche

Als Paar tauscht ihr euch aus. Über Job, Finanzen, Alltag, Zukunft, Familie, Freunde, Freizeit, Sport – über all die verschiedenen Lebensbereiche. Weil es wichtig ist. Es ist wichtig, zu wissen, was der andere denkt und fühlt. Man wächst zusammen und geht den Weg gemeinsam. Aber warum reden dann so wenig Paare ausführlich über ihr Sexleben?

Wenn ihr euch austauscht, verbindet ihr euch emotional. Wenn ihr miteinander schlaft, dann werdet ihr auf körperlicher Ebene Eins. Vielleicht ist euer Liebesleben einfach nur ein bisschen eingestaubt, wurde zur Routine und ist aktuell wenig spannend. Möglicherweise ist ein Partner allerdings nicht zufrieden. Fühlt sich unwohl, nicht befriedigt und empfindet kaum noch Lust. Und wenn es dann zum Sex kommt, zerstört es irgendwie die Stimmung, wenn man gewisse Dinge versucht im Moment zu ändern oder anzusprechen – also lässt man es. Wenn der Sex dann zu Ende ist, geht der Alltag weiter und das Bedürfnis, darüber zu sprechen, gerät in den Hintergrund. Das frustriert.

Aber wisst ihr was? Guter Sex beginnt eben nicht nur im Schlafzimmer. Nein! Er ist genauso ein Lebensbereich wie dein Job oder dein Freundeskreis. Er gehört dazu und ist so ein wichtiger Lebensbereich für euch als Paar.

Aber wie entsteht nun guter Sex?

Guter Sex entsteht nicht einfach so. Guter Sex entsteht dann, wenn ihr darüber redet. Es ist ein Thema, indem ihr euch voll und ganz dem Partner hingebt, euch öffnet und euch wohl fühlen solltet. Es geht um euch. Das ist ein hoch-emotionaler Moment. Beim Sex werden Bindungshormone ausgeschüttet, somit reagiert euer Körper emotional auf euer körperliches Erleben!

Genau deshalb ist dieses Thema so zerbrechlich. Ihr könntet euren Partner verletzen oder habt vielleicht Angst davor. Und das kann ich auch total verstehen! Aber wirklich guter Sex wird nur dann in eurer Beziehung Platz finden, wenn ihr darüber sprecht!

Allein der Körperbau, die unterschiedlichen Denkweisen und die Bedürfnisse sind von Mann und Frau so unterschiedlich. Und dann kommt jeder Partner noch mit unterschiedlichen Glaubenssätzen in die Beziehung, mit unterschiedlichen Erfahrungen, Wünschen, aber auch Hemmungen und Ängsten. Wie kann man so einen komplexen Bereich ohne Austausch wirklich erfolgreich meistern? 

Stellt euch mal vor, ihr würdet niemals über eure Finanzen sprechen – wie würde sich das auf eure Beziehung auswirken? Es würde ein absolutes Chaos sein! Erwartungen würden nicht erfüllt werden, ihr würdet nicht in eine Richtung gehen. Das frustriert.

Ein unerfülltes Liebesleben ist und war schon so oft ein Scheidungsgrund! Weil zu oft die Bedürfnisse des anderen nicht umgesetzt oder erfüllt worden sind. Aber wie kann man Bedürfnisse erfüllen, die man gar nicht erst kennt?

Wie kann ich über Sex sprechen?

Also, wenn ihr euch nun bewusst darüber seid, wie wichtig der Austausch darüber ist, dann geht’s jetzt weiter! Betont im Gespräch die Sehnsucht nach einer Beziehung, die lange hält und die in allen Bereichen sich immer wieder versucht weiterzuentwickeln. Und dass euch ein erfülltes Liebesleben wichtig ist. Versucht neutral, offen und positiv zu kommunizieren. Wenn man dem Partner direkt ein Problem heranträgt, warum dies oder jenes nicht läuft, dann klingt das sofort wie ein Vorwurf. Es soll allerdings ein Austausch sein, wo ihr euch gleichberechtigt über eure Wünsche und Bedürfnisse austauscht. Ihr sollt euch beide wohlfühlen. So vermeidet ihr Verletzungen. Denkt immer daran: Ihr seid ein Team. Euer Partner möchte nur das Beste für eure Beziehung. Ihr seid bereit, euch weiterzuentwickeln. Also, go for it und raus mit der Sprache! 🔥

Natürlich kann es sein, dass man auch auf unangenehme Themen oder Überraschungen trifft. Aber versucht damit gemeinsam umzugehen, die Inhalte sachlich zu verarbeiten. „Leider“ gehört es zu einer tiefgründigen Beziehung dazu, dass man auf unangenehme Dinge stößt. Der Schlüssel ist, sich dem bewusst zu sein und den Prozess zu akzeptieren.

Deshalb ist eine wertschätzende Kommunikation so unheimlich wichtig. Sprecht über eure Gefühle und kommuniziert aus der Ich-Perspektive. „Ich habe das Gefühl, dass es in letzter Zeit sehr zur Routine geworden ist“.

Wenn ihr über den aktuellen Stand in euerm Sexleben gesprochen habt, geht darauf ein, was guter Sex für euch bedeutet. Was sind die nächsten Schritte? Was wollen wir wann neu etablieren? Planung klingt zwar nicht gerade sehr attraktiv, macht aber an dieser Stelle total Sinn! 😊

Worüber kann man sprechen?

Wenn ihr nicht wisst, wie ihr anfangen sollt oder mit welchem Thema ihr beginnen sollt: Wir haben etwas für euch vorbereitet! Ihr könnt euch unten eine Datei herunterladen, wo wir einige Fragen rund um das Thema für euch zusammen gestellt haben.

Oftmals ist es schwierig, den Anfang zu finden. Deswegen hangelt euch zuerst durch die Fragen, da kommt ihr schon ein großes Stück weiter! Versucht über Fantasien, Orte, Zeiten oder über den männlichen und weiblichen Körper zu sprechen. Das ist so ein weites Feld, da kann man wirklich lange Abende mit diesem Gesprächsstoff füllen!

Seid ihr beide zufrieden?

Diesen Aspekt möchte ich an dieser Stelle in Bezug auf bedürfnisorientierten Austausch nicht auslassen Wie gesagt, Männer und Frauen sind einfach unterschiedlich. Da lohnt es sich, den Körper des anderen zu studieren, ihn kennen zu lernen und sich einfach mal zu belesen! Lust hängt unteranderem stark davon ab, wie zufrieden beide aus dem Sex herausgehen. Deshalb sprecht unbedingt über eure Befriedigung beim Sex. Ebenfalls ein sensibles Thema. Aber guter Sex geht dauerhaft einfach nicht ohne Befriedigung!

Eine weitere Empfehlung: Schaut euch gemeinsam eine Dokumentation an! Eine ganz sachliche, wo ihr über den Körper des anderen so richtig aufgeklärt werdet. Eignet sich sehr gut, um den Körper des anderen mehr zu verstehen. Ich wette, ihr wisst immer noch nicht alles – und wenn doch, dann weiß euer Partner aber noch nicht alles über euren Körper! Wir hatten mal die Folgen von „Make Love“* gesehen. Eine Doku über Paare, die von einer Sexologin begleitet wurden. Guter Sex kann nämlich nur gelingen, wenn man eben auch den Körper des anderen kennt und weiß, wie er funktioniert. Total gut, wenn ihr so etwas als Paar zusammen schaut und euch anschließend darüber austauscht. Da fehlt euch sicherlich nichts an Gesprächsinhalt!

Euer Abend. Eure Fragen.

Also, nehmt euch einen Abend Zeit, um mal ausführlich darüber zu sprechen. Ladet euch das Bild mit den Fragen herunter und fangt an, neugierig und interessiert euren Partner auszufragen. So könnt ihr gemeinsam auch in diesem Bereich wachsen! Ohne, dass einer nach jahrelanger Beziehung so wirklich keine Lust mehr hat und vielleicht entsprechend andere Wege geht.

Also, tauscht euch aus und entwickelt euch weiter. Und zwar gemeinsam. Denn dann beginnt wirklich guter Sex!

Alles Liebe euch,

Darleen

P.S.: Hier ist auch noch eine Möglichkeit, um neues Feuer in euer Liebesleben zu bringen 🙃

*Werbung aufgrund von Markennennung

1 Kommentar zu „Guter Sex beginnt nicht erst im Bett – So klappt’s“

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